Gemeinsam auf die Überholspur

Mit Akarton hat Progroup einen starken, neuen Partner im Verpackungspark Schüttorf an ihrer Seite. Gemeinsam entsteht ein hochmodernes Produktionsnetzwerk mit kurzen Wegen, maxi­maler Effizienz und klarer Wachstumsstrategie.

Wenn Akarton-Geschäftsführer Mike Noldus über den neuen Standort seines Unternehmens im Verpackungspark Schüttorf spricht, klingt das stellenweise wie die Analyse des Teamchefs eines Rennstalls kurz vor dem Start. Es geht um Geschwindigkeit, Präzision, Technik, Teamwork und um den unbedingten Willen, das Rennen von vorne zu fahren. Mit dem Einstieg der Akarton GmbH im Verpackungspark setzen die beiden langjährigen Partner ein starkes Zeichen für Wachstum, Innovation und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie „get ready to race“ im operativen Geschäft umgesetzt wird. Mit der neuen Aufstellung in Schüttorf werden Prozesse noch effizienter organisiert, Transportwege werden kürzer und notwendige Handlingschritte reduziert. Die Entscheidung für Schüttorf war für Akarton naheliegend. Der niederländische Verpackungsspezialist produziert bereits seit vielen Jahren unterschiedlichste und vor allem maßgeschneiderte Wellpappenlösungen am Hauptstandort in Venlo. Im schnell wachsenden E-Commerce-Markt wurde allerdings deutlich, dass die Nähe zum Kunden immer wichtiger wird. „Die Region um Schüttorf hat viele Unternehmen mit Bedarf an Großvolumen-Verpackungen“, erklärt Mike Noldus. „Die räumliche Distanz zu diesem Markt hat unsere Wachstumsmöglichkeiten bislang spürbar begrenzt.“

Mit dem zusätzlichen Standort in Schüttorf ändert sich das grundlegend. Die direkte Anbindung an die Wellpappformatproduktion von PW05 schafft nicht nur kürzere Wege, sondern vor allem erhebliche Effizienzvorteile. „Der Zwischentransport entfällt komplett. Damit kommen wir in eine viel bessere Ausgangsposition.“ Genau darin liegt die Stärke des Verpackungspark-Prinzips von Progroup: Herstellung und Weiterverarbeitung sind räumlich, logistisch und digital eng miteinander verzahnt. Transportwege werden reduziert, Lieferzeiten verkürzt und Prozesse deutlich effizienter gestaltet. Für Akarton ist das die ideale Grundlage, um den nächsten Wachstumsschritt zu gehen.

Akarton Logo
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Maßgeschneidert statt Standard

Dabei bleibt das Unternehmen seiner strategischen Ausrichtung treu. Standardprodukte spielen bei Akarton kaum eine Rolle. „Wir machen nur maßgeschneiderte Produkte“, betont Noldus. Zwischen den Standorten Venlo und Schüttorf entstehen Synergien. Während in Venlo weiterhin Speziallösungen und unterschiedlichste Verpackungskonzepte produziert werden, liegt der Fokus am Standort Schüttorf stärker auf der effizienten Umsetzung größerer Serien. Für Progroup bedeutet die neue Partnerschaft zugleich eine Stärkung des Netzwerks unabhängiger Verpackungshersteller. Das erfolgreiche Modell der Verpackungsparks wird konsequent fortgeführt. Das Werk ist auf maximale Geschwindigkeit und Effizienz ausgelegt. Prozesse greifen nahtlos ineinander. Materialflüsse laufen automatisiert. Zeitverluste werden konsequent vermieden.

„Wir planen den kompletten Prozess bis zur Verladung des Endprodukts vollautomatisiert zu gestalten. Perspektivisch wird nicht mal mehr ein Gabelstapler nötig sein. Nur der LKW fährt dann nicht von allein,“ so Mike Noldus. Im Zentrum steht dabei modernste Technologie. Herzstück des neuen Akarton-Werks ist eine Anlage, die nach Angaben des Unternehmens die weltweit schnellste Verarbeitungsmaschine ihrer Art werden soll. „Wir werden eines der modernsten Verarbeitungswerke in Zentraleuropa sein“, sagt der Geschäftsführer.

So modern die Technologie in Schüttorf auch ist, die wichtigste Grundlage der Zusammenarbeit ist für Mike Noldus Vertrauen. Die Verbindung zwischen Akarton und Progroup reicht bis ins Jahr 1993 zurück. Über Jahrzehnte entstand daraus eine enge Partnerschaft. „Vertrauen ist für mich fast noch wichtiger als ein Vertrag“, so Noldus. Auch der persönliche Austausch innerhalb der „Professionals Academy“ habe die Zusammenarbeit vertieft. Die Kooperation in Schüttorf beschreibt er entsprechend als partnerschaftlich und lösungsorientiert. Gerade in einem Projekt dieser Größenordnung sei das entscheidend.

„Ein reduzierter ­CO²-Fuß­abdruck durch eng verzahnte Produktions- und ­Logistikprozesse.“

Nachhaltigkeit als Teil der Performance

Für Akarton steht jedoch nicht allein die Leistung im Vordergrund. Auch Nachhaltigkeit ist ein zentraler Faktor bei den Investitionen im südlichen Niedersachsen. Der Hauptstandort in Venlo wurde bereits mit Ecovadis Platin ausgezeichnet. Dieses Niveau soll perspektivisch auch in Schüttorf erreicht werden. Besonderes Augenmerk liegt deshalb auf energie- und ressourceneffizienten Anlagen. „Die hochmoderne Maschine wird einen sehr geringen Strom- und Wasserverbrauch je Karton haben“, erklärt Noldus. Auch Nebenanlagen wie Druckluftsysteme oder die Wasseraufbereitung wurden konsequent auf Emissionsreduktion und Effizienz ausgelegt. Das passt zur Philosophie des Verpackungspark-Modells: weniger Transporte, geringerer Energieeinsatz und ein reduzierter CO₂-Fußabdruck durch eng verzahnte Produktions- und Logistikprozesse.

Der Zeit voraus

Dass der Markt großes Potenzial in dem neuen Standort sieht, zeigte sich bereits früh. Noch bevor größere Marketingmaßnahmen gestartet wurden, meldeten sich zahlreiche Interessenten. „Die Nachfrage war schneller da, als wir erwartet hatten“, berichtet Noldus. Auch beim Recruiting entwickelt das Projekt eine überraschend starke Dynamik. „Wir haben aktuell eine Warteliste an Leuten, die gerne bei uns arbeiten wollen.“ Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sei das alles andere als selbstverständlich. Daher ist das Ziel für den Geschäftsführer klar: innerhalb der nächsten zwei Jahren noch besser und schneller zu Höchstleistungen zu kommen als geplant.

Der Standort Schüttorf steht für erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Verpackungsparkkunden Akarton.

Hintergrund: Verpackungspark Schüttorf

Progroup betreibt am Standort Schüttorf seit 2005 das Wellpappformatwerk PW05. Bereits zur Eröffnung galt das Werk als eines der modernsten und leistungsfähigsten Europas. 2010 wurde der Standort gemeinsam mit einem Partner zum Verpackungspark ausgebaut.

Das Prinzip dahinter: Wellpappformatproduktion und Weiterverarbeitung werden räumlich, logistisch und digital direkt miteinander verbunden. Die Unternehmen bleiben wirtschaftlich unabhängig, arbeiten aber über automatisierte Prozesse und digitale Schnittstellen eng zusammen. Das reduziert Transporte, erhöht die Liefersicherheit und verbessert Flexibilität sowie Reaktionsgeschwindigkeit deutlich.

Mit Akarton hat Progroup nun einen neuen, wachstumsorientierten Partner für die Weiterverarbeitung gewonnen und setzt das Erfolgsmodell konsequent fort.

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