POWER OF DIVERSITY
IMPULSE DURCH VIELFALT
Vielfalt ist Teil der Unternehmenskultur von Progroup. In Sandersdorf-Brehna zeigt sich ganz konkret, wie Unternehmen und Team davon profitieren. Und wie Integration gelingen kann: Mit Herz, Verstand und viel persönlichem Engagement.
Für Zhanbolot Osmonaliev hat sich ein lang ersehnter Traum erfüllt. „Schon während meines Studiums hatte ich den Wunsch, einmal in Deutschland zu leben. Weil man hier viele Möglichkeiten hat, mehr zu lernen und sich persönlich weiterzuentwickeln“, sagt der Elektriker aus Kirgisistan. Bevor es jedoch so weit war, sammelte er Berufserfahrung bei einer Energiegesellschaft in seiner zentralasiatischen Heimat. Seit September 2024 ist er als Schichtelektriker in der Papierfabrik PM3 in Sandersdorf-Brehna tätig.
In den ersten neun Monaten am neuen Arbeitsplatz bekam Osmonaliev intensive Schulungen. „Bei uns in Kirgisistan gibt es nicht so viele technische Lösungen wie bei Progroup. Hier konnte ich mich so weiterentwickeln, wie ich es mir gewünscht habe“, freut er sich. Inzwischen rückt er bei Störfällen selbstständig aus.
Wertvolle Verstärkungen aus dem Ausland:
Für die HR Business Partnerin am Standort Sandersdorf-Brehna, Fanny Körner, sind Fachkräfte aus dem Ausland wie Osmonaliev ein Glücksfall. „Sie sind motiviert und tragen auch dazu bei, unseren Progroup-Spirit zu stärken“, schwärmt sie.
Bisher hat sie fünf Mitarbeiter direkt aus ihren Heimatländern für Sandersdorf-Brehna gewinnen können. Unterstützt wird sie dabei unter anderem vom TÜV Rheinland, einem erfahrenen Dienstleister für internationale Fachkräftegewinnung. Gemeinsam kümmern sie sich nicht nur um Lebensläufe und Bewerbungsgespräche, sondern auch um Sprachkenntnisse und die bürokratischen Hürden des Alltags.
Laut Körner ist die gezielte Ansprache internationaler Talente ein wertvoller Baustein im Recruiting. Gerade im Bereich Papiertechnologie, einem hochspezialisierten und zukunftsorientierten Berufsfeld, braucht es manchmal neue Wege, um passende Nachwuchskräfte zu finden. „Papiertechnologe ist ein anspruchsvoller Beruf mit spannenden Entwicklungsmöglichkeiten“, betont die Personalerin.
Begeisterung für Papiertechnologie wecken
Das sah auch Hamza Belhadi so, ein aufgeschlossener junger Mann aus Marokko, den Körner im August 2024 kennengelernt hat. Er hat sich sofort für eine Tätigkeit in der Papierindustrie begeistert. „Den Entschluss, ihn einzustellen, haben wir nicht bereut. Im Gegenteil: Mit ihm haben wir einen tollen Azubi und Kollegen gefunden, der wissbegierig und fleißig ist und vollen Einsatz zeigt.“ Auch Belhadi ist glücklich. „Die Ausbildung gefällt mir sehr gut. Ich lerne alle Prozesse der Papierherstellung kennen“, sagt er.
Sein Ziel war es, sich von Anfang an gut ins Team zu integrieren. Dazu musste er schnell die Sprache lernen.
Eigenes Know-how einbringen, neues Wissen erwerben
Farzad Rahimi, ein Kraftwerkstechniker aus Iran, ist im April 2025 mit seiner Frau und den beiden Kindern nach Deutschland gezogen. Der studierte Maschinenbauingenieur hat zuvor 19 Jahre in einem Dampfkraftwerk in Karadsch, einer 40 Kilometer von Teheran entfernten Millionenstadt, gearbeitet. Heute begleitet er das Waste-to-Energy-Kraftwerk von Progroup in der finalen Phase vor und während der Inbetriebnahme. „Ich kann viel Neues lernen, habe aber auch die Gelegenheit, mein Wissen einzubringen“, erzählt er. Und davon profitiert das gesamte Team. Dank seiner Erfahrung weiß er genau, worauf man achten muss, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Häufig ist er es, der auf mögliche Stolpersteine hinweist. Wegen seines Fachwissens und seiner ruhigen und besonnenen Art wird er von den Kollegen sehr geschätzt und ist sowohl fachlich als auch menschlich schnell ein wichtiges Team-Mitglied geworden.
Die Möglichkeit, sich weiterzubilden, war für ihn ein weiterer Grund hierherzukommen. „Progroup ist sehr innovativ. Das begeistert mich“, betont er. Obwohl er wie seine Kollegen Hamza Belhadi und Zhanbolot Osmanaliev die deutsche Sprache schnell und gut gelernt hat, will er seine Sprachkenntnisse noch weiter verbessern – insbesondere im beruflichen Kontext. Ende September nimmt er an der Ausbildung zum geprüften Kesselwärter teil. Die technische Qualifikation erfordert nicht nur fachliches Können, sondern auch präzise Sprachkompetenz. Mit dieser gezielten Förderung schafft Progroup eine starke Grundlage für Farzads langfristige Entwicklung im Unternehmen.
Mitarbeiter wie Rahimi, Belhadi und Osmonaliev beginnen in Deutschland ein neues Leben. Mit einer anderen Kultur, einer fremden Sprache – und: so mancher bürokratischen Hürde. „Ohne Steuer-ID geht hier gar nichts. Man kann kein Konto eröffnen, keine Verträge mit Handy- oder Stromanbietern abschließen und bekommt auch kein Geld“, berichtet Hamza Belhadi von den Herausforderungen, denen er sich mit seiner Ankunft im neuen Land stellen musste.
Große Unterstützung von Kollegen vor Ort
In einem fremden Land ankommen ist mehr als ein Arbeitsvertrag. Deshalb ist es dem Progroup-Team ein großes Anliegen, den ausländischen Fachkräften die Eingewöhnung so leicht wie möglich zu machen. „Wir haben zum Beispiel auch bei der Wohnungssuche unterstützt“, erzählt Fanny Körner. Und das Team hilft schon mal mit, wenn es darum geht, das neue Zuhause zu möblieren. „Die meisten reisen mit leichtem Gepäck an“, gibt die HR Business Partnerin Einblick. Zhanbolot Osmonaliev schätzt diese Hilfsbereitschaft. Ein Kollege hat ihm sogar ein Fahrrad geschenkt.
Körner ist überzeugt: „Unsere internationalen Mitarbeitenden sind hoch motiviert und bringen eine Begeisterung mit, die uns alle inspiriert.“ Diese positive Energie wirkt ansteckend auf die Umgebung, aber nicht nur in dieser Hinsicht profitiert das ganze Team: Die Neuen stellen Fragen, die andere vielleicht auch haben, aber nicht äußern. „Das fördert den Austausch und hilft nicht nur den Neuen, sondern stärkt das ganze Team“, hat die Personalerin festgestellt. Die positiven Erfahrungen mit den neuen Kollegen bestärken Körner darin, diesen Weg auch in Zukunft weiterzugehen.
Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Team, das mit Offenheit, Engagement und Hilfsbereitschaft dazu beiträgt, dass sich jeder neue Kollege willkommen und geschätzt fühlt.