Gebaut für Morgen
Drei Standorte, drei Jubiläen, eine gemeinsame Geschichte: PW02 in Douvrin, PM1 in Burg und PW05 in Schüttorf stehen für Meilensteine in der Entwicklung von Progroup. Sie erzählen von mutigen Entscheidungen, technologischer Innovation und dem Anspruch, die Zukunft aktiv zu gestalten.
Unternehmen wachsen nicht von heute auf morgen. Sie wachsen mit Ideen, mit konsequenten Entscheidungen und mit Menschen, die diese tagtäglich umsetzen. Drei Jubiläen stehen in diesem Jahr stellvertretend für genau diese Entwicklung innerhalb von Progroup: Die Papiermaschine PM1 in Burg blickt auf 25 Jahre zurück, das Wellpappformatwerk PW02 im französischen Douvrin feierte sein 30-jähriges Bestehen und das Wellpappformatwerk PW05 in Schüttorf wurde 20 Jahre alt. Was alle drei Standorte verbindet, ist der Mut, neue Wege zu gehen, technologische Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und vorausschauend in die Zukunft zu investieren. Zugleich zeigen sie, dass nachhaltiger Erfolg immer auch das Ergebnis engagierter Mitarbeiter ist, die Veränderungen mittragen und weiterentwickeln.

PM1 Burg: Der Weg zur Unabhängigkeit
Als Progroup im Jahr 2001 die Papiermaschine PM1 in Burg in Betrieb nahm, war das ein Schritt mit großer strategischer Tragweite. Bis dahin war das Unternehmen auf den Einkauf von Papier angewiesen. Gründer Jürgen Heindl erkannte jedoch früh, dass die zunehmenden Schwankungen auf dem Papiermarkt langfristig nur durch eine eigene Produktion kompensiert werden konnten. Mit der Gründung der neuen Gesellschaft Propapier und dem Bau der PM1 stellte Progroup die Weichen für mehr Unabhängigkeit und eine noch stärkere Wertschöpfung im eigenen Unternehmen. Die Investition war auch ein technisches Ausrufezeichen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1.500 Metern pro Minute war die PM1 damals die schnellste Liner-Papiermaschine der Welt. Gleichzeitig setzte Progroup mit einem geschlossenen Wasserkreislauf neue Maßstäbe für eine ressourcenschonende Papierproduktion auf Altpapierbasis. Damals eine Pionierleistung und bis heute eine wichtige Säule der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Mit der PM1 startete eine Entwicklung, die später mit den Papiermaschinen PM2 in Eisenhüttenstadt und PM3 in Sandersdorf-Brehna konsequent fortgesetzt wurde. Rückblickend war Burg damit weit mehr als ein neuer Produktionsstandort. Es war der Ausgangspunkt für eine neue Unternehmensphase. Mit rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die PM1 auch regional von großer Bedeutung. Viele arbeiten bereits seit Inbetriebnahme im Werk. Als wichtiger Ausbildungsbetrieb bietet Progroup sieben Ausbildungsberufe und bis zu zehn neue Ausbildungsplätze pro Jahr. Für dieses Engagement wurde das Unternehmen 2026 im Rahmen der „Woche der Ausbildung“ von der Bundesagentur für Arbeit ausgezeichnet.

PW02 Douvrin: Der erste Schritt nach Europa
Fünf Jahre vor der PM1 wurde in Frankreich bereits ein anderes wichtiges Kapitel der Unternehmensgeschichte geschrieben. Mit der Eröffnung des Wellpappformatwerks PW02 in Douvrin wagte Progroup 1996 den Schritt über die deutsche Grenze hinaus. Das damals zweite Wellpappformatwerk des Unternehmens erschloss neue Märkte in Nordfrankreich und Belgien und verdoppelte die Produktionskapazität in Zentraleuropa. Damit legte Progroup den Grundstein für ihre internationale Entwicklung und schuf die Basis für das heutige europäische Produktionsnetzwerk. PW02 ist das dienstälteste aktive Werk der Unternehmensgruppe und ein wichtiger Bestandteil des Produktionsverbunds. Der Standort war von Anfang an Teil der intelligenten Vernetzung aller Werke von Progroup und entwickelte sich über die Jahre kontinuierlich weiter. Digitale Prozesse und Abläufe, die man heute fast für selbstverständlich hält, waren Ende der 90er Jahre wegweisend. Auch in Douvrin gestalten viele Mitarbeitende mit ihrem Einsatz bereits seit Jahrzehnten die Entwicklung des Werkes. Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden zahlreiche Kolleginnen und Kollegen für ihre lange, häufig sogar 30-jährige, Betriebszugehörigkeit geehrt. Ein Beleg für Verbundenheit und ein Grund für die Erfolgsgeschichte des Standorts.



PW05 Schüttorf: Effizienz neu gedacht
Während Douvrin den Weg nach Europa ebnete und Burg den Einstieg in die eigene Papierproduktion markierte, steht das Wellpappformatwerk PW05 in Schüttorf für das Erfolgsmodell Verpackungspark. 2010 entstand hier ein Konzept, das Wellpappformatproduktion und Weiterverarbeitung an einem Standort miteinander verbindet. Kurze Wege, eng verzahnte Prozesse und digitale Vernetzung zwischen Progroup und dem Verpackungspark-Partner sorgen dafür, dass Materialflüsse optimiert, Transportwege reduziert und Lieferzeiten verkürzt werden. Das Konzept erhöht zudem die Versorgungssicherheit und trägt dazu bei, Emissionen einzusparen. Auch 20 Jahre nach der Eröffnung entwickelt sich der Standort weiter. Mit der Akarton GmbH gewann Progroup Anfang 2026 einen neuen Partner für den Verpackungspark (siehe hier). Die Zusammenarbeit stärkt das Netzwerk unabhängiger Verpackungshersteller und unterstreicht den partnerschaftlichen Ansatz, der Progroup seit jeher auszeichnet.
Drei Standorte, ein gemeinsamer Anspruch
Die Geschichten von Burg, Douvrin und Schüttorf folgen einem gemeinsamen Leitgedanken. Jeder Standort steht für eine Entscheidung, die den weiteren Weg von Progroup nachhaltig geprägt hat: die Internationalisierung des Unternehmens, den Einstieg in die eigene Papierproduktion oder die Weiterentwicklung integrierter Produktionskonzepte. Gemeinsam zeigen sie, dass Innovation bei Progroup nie Selbstzweck ist. Neue Technologien entstehen immer mit dem Ziel, Prozesse effizienter zu gestalten, Ressourcen zu schonen, den Kunden langfristig ein verlässlicher Partner zu sein und mit ihnen erfolgreich zu wachsen. Ohne die Menschen an den Standorten wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Viele begleiten Progroup seit Jahrzehnten, bringen ihre Erfahrung ein und entwickeln die Werke kontinuierlich weiter. Dazu trägt auch eine Unternehmenskultur bei, die nicht auf kurzfristige Erfolge, sondern auf nachhaltiges Wachstum über Generationen setzt. Mit drei Papierfabriken, 14 Wellpappformatwerken, zwei Waste-to-Energy-Kraftwerken, einem eigenen Logistikunternehmen und rund 1.800 Mitarbeitenden in sechs Ländern Europas ist Progroup heute stärker denn je aufgestellt.





